Liebe Mitglieder,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

 

am 19. November entscheiden Sie über die Aufstellung des neuen Bundestagskandidaten im Wahlkreis Heilbronn.

 

Seit Thomas Strobl erklärt hatte, dass er als neuer Innenminister in die Landesregierung von Baden-Württemberg eintritt, wurde ich von vielen von Ihnen und in der Öffentlichkeit auf eine mögliche Kandidatur zum Deutschen Bundestag angesprochen. Viele haben mich dazu aufgefordert, mir Mut gemacht und ihre Unterstützung zugesichert.

 

Gemeinsam mit meiner Ehefrau Elvira habe ich viel über diese Frage nachgedacht – und wir haben dann im Juli eine Entscheidung getroffen.

 

Ich bin gerne bereit, weiter Verantwortung für unser Land und unsere Partei zu übernehmen: Deshalb bewerbe ich mich bei Ihnen, als Mitglied unserer CDU im Wahlkreis Heilbronn, um die Kandidatur zum Deutschen Bundestag. Das tue ich mit großer Freude und Zuversicht, jedoch ebenso mit einem gewissen Respekt vor dieser Herausforderung.

 

Diese Entwicklung war nicht geplant, sie war noch nicht einmal planbar. Aber manchmal nimmt das Leben unvorhergesehene Wendungen; verschließt den bisher eingeschlagenen Weg, eröffnet dann aber auch wieder neue Perspektiven - und veranlasst uns manchmal unsere Lebensplanung zu überdenken.

 

Seit ich 16 war, engagiere ich mich in der Jungen Union und der CDU. Seit 2007 bin ich einer von 3 Stellvertretern von unserem Kreisvorsitzenden Dr. Bernhard Lasotta MdL. Ich arbeite gerne für meine Mitmenschen und gestalte unsere Gesellschaft mit - in der Kommune, im Land und darüber hinaus.

Seit 22 Jahren bin ich in der Kommunalpolitik aktiv, davon 13 Jahre als Fraktionsvorsitzender. Fünf Jahre durfte ich als Abgeordneter in Stuttgart für unsere Region und Baden-Württemberg arbeiten und viele Erfahrungen sammeln.

 

Meine ersten Lebensjahre habe ich mit meinen Eltern in Neckarsulm-Obereisesheim verbracht, dann sind wir nach Heilbronn gezogen. Mein Studium absolvierte ich in Mannheim, seit 21 Jahren bin ich als Rechtsanwalt tätig.

 

Vor wenigen Wochen durften meine Frau und ich unseren 20. Hochzeitstag feiern. Wir sind sehr stolz auf unsere beiden Kinder Tom und Mara.

 

Unsere Region, meine Heimat, liegt mir am Herzen. Sie ist landschaftlich reizvoll und vielfältig, vom Kraichgau über das Neckartal, das Weinsberger Tal und die Löwensteiner Berge bis hin zum Kocher- und Jagsttal. Sie ist lebendig, kulturell vielfältig und eine der stärksten Wirtschaftsregionen im Land. Hier lässt es sich gut leben! Die Region bietet Perspektiven und gute Entwicklungsmöglichkeiten.

 

Dafür will ich gerne politisch arbeiten; für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger und für eine gute Entwicklung unserer Heimat.

 

Eine der herausragenden Herausforderungen für den Stadt- und Landkreis Heilbronn ist der Ausbau der A 6. Erfreulicherweise steht er jetzt wieder im vordinglichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes. Es muss uns - durch eine gemeinschaftliche Aktion aller Akteure in der Region - gelingen, den Ausbau tatsächlich zu schaffen.

 

Deutschland und Europa stehen vor großen Herausforderungen.

 

Europa ist so uneins wie selten zuvor - und das angesichts der gewaltigen Probleme in der Flüchtlingskrise und der bevorstehenden Bewältigung des Brexit.

 

In der Türkei werden die demokratischen Grundregeln mehr und mehr außer Kraft gesetzt. Deutschland und Europa müssen hier klare Worte finden. Es gibt keinen Rabatt auf die Einhaltung der demokratischen Regeln! Endlich haben auch andere Parteien eingesehen, dass ein EU-Beitritt der Türkei nicht in Betracht kommen kann.

 

In Deutschland gingen die Flüchtlingszahlen zuletzt zwar deutlich zurück, sie sind aber immer noch auf hohem Niveau. Wir müssen weiterhin zu einer deutlichen und nachhaltigen Reduzierung des Zuzugs von Flüchtlingen und Asylbewerbern kommen - und wir brauchen eine gerechte Verteilung in Europa. Unabdingbar ist vor allem eine funktionierende Kontrolle an unseren Grenzen: Wir müssen wissen, wer sich in unserem Land aufhält.

 

Zuwanderer, die eine Bleibeperspektive haben oder zumindest eine gewisse Zeit hier bleiben, müssen gute Angebote zur Integration bekommen. Allerdings: Das sind nicht nur Angebote - es besteht dann auch eine Pflicht, sie wahrzunehmen. Wer das nicht tut, muss mit Sanktionen rechnen. Und wir müssen noch mehr auf die Einhaltung unserer Regeln und Gesetze bestehen. Wer hier Schutz sucht, sich aber nicht an diese Regeln und Gesetze hält, muss mit harten Konsequenzen rechnen - bis hin zur Abschiebung in sein Heimatland.

 

Nach den furchtbaren Attacken von Würzburg, München und Ansbach ist die Bedrohung durch den Terror das wichtigste politische Thema bei den Bürgerinnen und Bürgern. Wir alle wissen, es kann in unserer freiheitlichen Gesellschaft keine hundertprozentige Sicherheit geben. Aber der Staat hat die Pflicht, seine Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu beschützen. Deshalb müssen wir unsere Polizei und Sicherheitsbehörden stärken - mit mehr Personal, mit besserer Ausstattung, mit mehr Möglichkeiten.

 

Gegenwärtig brummt die Wirtschaft. Die Arbeitslosigkeit ist historisch niedrig. Umso mehr muss man dem Fachkräftemangel entgegenwirken, insbesondere in unserer starken Wirtschaftsregion. Eine gute Infrastruktur ist zwingende Voraussetzung für unseren Wohlstand. Gerade im ländlichen Raum brauchen wir eine gute Verkehrsanbindung und überall - bis in die kleinste Gemeinde! - ein schnelles digitales Datennetz.

 

Ausgangspunkt von Allem aber ist und bleibt die Familie! Mir persönlich ist eine kinder- und familienfreundliche Gesellschaft ein Herzensanliegen. Auch in meiner bisherigen politischen Tätigkeit habe ich hier immer Schwerpunkte gesetzt und auch schon Vieles bewegen können.

 

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss weiter verbessert werden, auch und gerade durch Fördermaßnahmen auf Bundesebene. Dies ist ein Schlüssel um dem demographischen Wandel entgegenzuwirken und, ganz nüchtern betrachtet, auch zur Bekämpfung des Fachkräftemangels.


Hier setzt auch die größte sozialpolitische Herausforderung der nächsten Jahre und Jahrzehnte an: die Schaffung einer sicheren und generationengerechten Altersversorgung. Insbesondere die Situation von Frauen in der Altersversorgung muss weiter verbessert werden. Dies gilt ganz besonders für Mütter und die Anerkennung ihrer Erziehungszeiten. Auch dies ist im Übrigen eine Frage der Wertschätzung und des Umgangs mit der Lebensleistung der Mütter.

 

Im Bundestagswahlkampf selbst wird es darum gehen, dass wir verloren gegangenes Vertrauen für die CDU wieder zurückgewinnen.

 

Dies haben wir bei der Landtagswahl in Baden Württemberg schmerzlich zu spüren bekommen. Wir müssen dazu, neben der bürgerlichen Mitte, wieder mehr als bisher auch bürgerlich-konservativen Wählerinnen und Wählern eine politische Heimat bieten. Nur so werden wir wieder breite Mehrheiten für eine CDU-geführte Bundesregierung gewinnen können.

 

Denn ansonsten droht Deutschland erstmals eine rot-rot-grüne Bundesregierung. Viele bei SPD und Grünen halten dies zwischenzeitlich für eine realistische Alternative. Gerade aber in der Außenpolitik, mit der NATO-Mitgliedschaft, der Weiterentwicklung und Reformierung der EU, im Umgang mit der Türkei, bei der Begrenzung und Bewältigung der Flüchtlingsströme, der Schaffung und Erhaltung der Inneren Sicherheit oder auch bei der Erhaltung der Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft ist mit Rot-Rot-Grün kein Staat zu machen.

 

Im Wahlkampf müssen wir die deutlichen Unterschiede in diesen Positionen herausstellen und für die CDU als den verlässlichen politischen Anker in dieser schwierigen Zeit werben.

 

Ich sichere Ihnen zu, dass ich mich im Falle meiner Nominierung mit meiner ganzen Kraft auf den gesamten Wahlkreis Heilbronn konzentrieren werde. Ich werde für Sie, unsere Mitglieder und die Bürgerinnen und Bürger immer ansprechbar sein.

 

Für die anstehende Nominierung bitte ich Sie persönlich um Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung. Bis dahin freue ich mich auf die Begegnungen und Gespräche mit Ihnen.

Gerne stehe ich Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. 

 

Es grüßt Sie herzlich

 

Ihr


Alexander Throm